Mittwoch, 7. Februar 2018

Bunter Frühstücksteller mit Orange und Lavendel, meine Küche ist wild und bunt!

Letzte Woche hab ich schon das erste Wildkräutersüppchen mit den ersten jungen Brennnesseln gekocht und heute ist es wieder bitterkalt und schneit es dicke Flocken. Tja so ist das halt, das Wetter lässt sich von uns Menschen (noch!?) nicht steuern und kontrollieren. Wenn ich eines gelernt habe in meinem mittlerweile halben Lebensjahrzehnt auf Erden, dann das ich mich über Dinge die ich nicht ändern kann nicht mehr ärgere ;-). 

Natürlich hätte ich wie so viele von euch wahrscheinlich auch schon gerne Frühling! Zu sonnenarm, trüb und nasskalt war heuer der Herbst und Winter. Nur zu gerne würde ich mein Gesicht in die Frühlingssonne halten und  ihre ersten wärmenden Strahlen auf meiner Haut spüren. Durch Wiesen und Wälder streifen und mich am Erwachen der Natur, dem fröhlichen Morgengesang der Vögel, dem sanften, lauen Frühlingswind und den ersten jungen wilden Schätze erfreuen. 


Aber auch wenn es heute ganz dicke Flocken schneit, der Winter zurückgekehrt ist und es beim Morgenspaziergang bitterkalt war, eines ist sicher: Der Frühling ziert sich vielleicht noch, er lässt sich vielleicht noch ein bisschen Bauchpinseln und bitten aber aufhalten lässt er sich definitiv nicht! Und bis es soweit ist kann ich ja schon einmal in Gedanken durch Wiesen und Wälder und über Almen wandern und im betörenden Duft der blühenden Wiesenblumen und Kräuter schwelgen und mir schon mal ganz besondere Rezepte für die neue Wildkräuter&Blütensaison in meiner Küche überlegen. 

Natürlich lassen sich mit frischen Blüten und Wildkräutern ganz besondere Speisen und Getränke zaubern. Nicht nur geschmacklich sondern vor allem auch optisch! Frische Blüten und Wildkräuter sind auf jedem Essen ein besonderer, optischer Hingucker das ist gewiss! Aber solange sie noch nicht wachsen, blühen und zu ernten sind verwende ich sie in meiner Küche im Winter und auch darüber hinaus getrocknet. Die Wirkstoffe bleiben auf jeden Fall auch im getrockneten Zustand erhalten und das Aroma sowieso. 

Ach ich liebe es einfach mit den wilden Schätzen der Natur zu backen und zu kochen! Kein Tag vergeht bei mir ohne das irgend etwas Wildes auf meinem Teller landet, so einfach ist das eben :-) Das war nicht immer so! Ich bin zwar mit einer naturverbundenen Lebensweise aufgewachsen und bei uns zu Hause wurde auch immer frisch gekocht auch habe ich beruflich seit 20 Jahren mit gesundheitsfördernden Themen zu tun aber seit meiner schweren Krankheit vor 8 Jahren bin ich erst so richtig tief in die Wildkräuter Thematik eingestiegen. Und seither ist es implementiert, das "wilde Gen" ;-) seither zieht mich das wilde Grün magisch an, ist mir dieses wunderbare Geschenk der Natur, das da kostenlos vor meiner Haustüre wächst erst so richtig bewusst geworden. 









Tja da gäbe es noch ganz viel zu erzählen über den Umgang von uns Menschen mit den Geschenken der Natur aber das würde hier den Rahmen sprengen! Ich bin ein bekennender Fan der Wildkräuter und Blütenküche, nicht nur weil ganz viele Gründe aus gesundheitlicher, ökologischer und aromatischer Sicht dafür sprechen sondern vor allem weil ich als schamanisch Praktizierende überzeugt davon bin, das es wichtig ist seine eigene "Medizin", die Dinge die mir gut tun, die meinen Körper, meine Seele und meinen Geist stärken zu kennen und mich daran zu erfreuen. So jetzt ist aber wirklich Schluss mit dem Philosophieren! Eigentlich geht es hier ja zuallererst um Rezepte für das körperliche Wohlbefinden wobei natürlich auch der Geist und die Seele genährt werden will....aus, still!!!

Vor einigen Tagen hat mich die Gabi vom online Magazin Baronissima gebeten ob ich nicht ein einfaches, wildes Rezept für Ihre Lesserinnen kreieren möchte. Na klar hab ich gesagt, mach ich doch gerne und gleich mal darüber nachgedacht welches Rezept denn dafür geeignet wäre. Schnell und einfach soll es gehen, nicht zu komplizierte Zutaten sollen auf der Einkaufsliste stehen, ein Touch von wildem Grün oder Blüten soll es haben und natürlich nicht zu vergessen: schmecken soll es auch! 

Und weil ich gerade dabei war mir ein Frühstück zu machen als mich der Anruf von Gabi ereilte lag die Lösung eigentlich schon auf der Hand! Ich zaubere für Baronissima einen kunterbunten, wilden Frühstücksteller! Also hab ich gleich losgelegt, eine Handvoll Zutaten genommen und mit ganz viel Liebe und einem Hauch sinnlicher Magie ein Rezept kreiert das hoffentlich dem Geschmack der Leser/innen des Online Magazins entspricht und vielleicht ja den ein oder anderen von ihnen dazu inspiriert, das wilde Grün auch in seine/ihre Küche zu holen! Das wäre richtig schön :-)

So, jetzt ist aber endgültig Schluss mit der Schreiberei! 

Hier kommt es, das Rezept aus Regina's WildeWeiberKüche, 
der bunte "Frühstücksteller mit Orange und Lavendel" 




Zutaten
(1 Person) 

1 gestrichener Esslöffel Honig

1 gestrichener Kaffeelöffel Lavendelblüten getrocknet


1 Orange


1 Kaffeelöffel Butter

3 Esslöffel Orangensaft


200 Gramm griechisches Joghurt 
(optional normales Joghurt, Fettgehalt nach Wahl )


4 gestrichene Esslöffel Hirse- oder feine Haferflocken 

20g zartbitter Schokolade guter Qualität (mind. 75%)

1 gestrichener Esslöffel Leinsamensaat

1 Esslöffel Orangeat


Karamellsauce oder Honig

zum Garnieren, frische Minze Blättchen,  Lavendelblüten



Zubereitung


Lavendelblüten im Mörser fein verreiben. 
Wer keinen Mörser besitzt kann auch die Lavendelblüten in einer elektrischen Kaffeemühle fein vermahlen. Lavendelpulver mit dem Honig gut verrühren.

Mit einem scharfen Messer die Schale von der Orange abschneiden 
so das keine weiße Haut mehr übrig ist. 
Orange in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden.

Schokolade fein reiben und 
mit den Flocken und dem Leinsamen vermischen.

In einer Pfanne Butter bei sanfter Hitze erwärmen
Orangenscheiben zugeben, leicht angehen lassen, wenden und mit dem Lavendel-Honig auf beiden Seiten bestreichen. Karamellisieren lassen und mit dem Orangensaft ablöschen.

Auf einem flachen Teller Joghurt kreisrund aufstreichen
Am Rand mit der Flockenmischung und Orangeat bestreuen, Orangenscheiben auflegen. Mit Karamellsauce, frischen Minze Blättchen und Lavendelblüten nach Belieben garnieren. 





MEIN TIPP FÜR EUCH 
Lavendel ist in erster Linie für seine entspannende Wirkung bekannt und wird deshalb gerne in beruhigenden Teemischungen oder als Zutat für "Nervenkekse" (siehe auch Rezept "Kimm zur Ruah" Kekse in meinem Kochbuch Regina's Wilde WeiberKüche) verwendet. 

Lavendel wirkt aber nicht nur entspannend sondern er bringt auch ganz schnell Schwung in müde Köpfe und sorgt für geistige Frische. Wenn ich mal ganz schnell einen klaren Kopf brauche zerreibe ich einfach einige Lavendelblüten (frisch oder auch getrocknet) und schnuppere daran, das wirkt wahrlich wahre Wunder!

so und nun wünsche ich euch aber ein gutes Gelingen beim Zubereiten und ganz viel Genuß beim Verspeisen meines bunten 
"Frühstückstellers mit Orange und Lavendel" 

einen Herzensgruß schickt euch die 
WildeWeiberKöchin aus dem Salzkammergut!

Regina

Keine Kommentare:

Kommentar posten