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Samstag, 18. April 2015

Seelennahrung - Trau dich! Über die Kunst den ersten Schritt zu tun!

Die tiefen Sehnsüchte und Wünsche, die großen Träume, die in jedem Menschen schlummern und die wir in unserem Leben gerne einmal verwirklichen möchten, haben vielerlei Gesichter! So unterschiedlich die Wünsche und Vorstellungen vom großen "Lebenstraum" bei jedem einzelnen von uns auch sein mögen, eines eint sie alle: Der Respekt vor ihnen ist meist riesengroß! In manchen Fällen sogar so groß, dass unsere Träume  eben immer nur Träume bleiben und auf eine Realisierung im nächsten Leben warten müssen....

Leidenschaftlich leben! Glücklich und frei aus vollem Herzen, seinen eigenen Sehnsüchten, Träumen und Wünschen folgen!
Ich bin mit meiner Nayeli unterwegs zum "Waldbachstrub" im mystischen Echerntal. Schon seit langem will ich an diesen wunderbaren, wild-romantischen Kraftplatz im Herzen des Salzkammerguts wandern. Aus einer über 90m hohen Klamm stürzen hier zur Schneeschmelze brausende, tosende Wasserfälle in die Tiefe. Ein Naturschauspiel der ganz besonderen Art, das es sich wahrlich lohnt zu sehen. Die Sonne strahlt mit dem Blau des Himmels um die Wette und das erste Grün der Lärchen bildet einen bizarren Kontrast zu den schneebedeckten Gipfeln der Berge - was für ein wunderschöner Tag! 


Während ich, vorbei an romantisch, rauschenden Bächen, immer tiefer in das Tal wandere, kehren meine Gedanken zu einem Gespräch zurück, das ich vor kurzem mit einer klugen Freundin geführt habe. "Das Leben ist kein Probelauf meine Liebe, vergiss das nicht! Trau dich einfach loszulegen!", der letzte Satz, den Sie mir auf den Weg nach Hause mitgegeben hat, hallt in meinem Kopf, meinem Herzen nach. Was, wenn wir nur dieses eine Leben haben? Wäre es dann nicht pure Verschwendung jeden Tag, jede Stunde, jede Minute unseres Lebens Dinge zu machen, in Situationen zu verharren, mit denen wir im Herzen schon lange abgeschlossen haben? Und was genau hindert uns Menschen eigentlich daran, uns unsere tiefsten Herzenswünsche und Sehnsüchte, die schon lange anstehen und auf Verwirklichung warten zu erfüllen, frage ich mich. Worauf warten wir eigentlich? Warum fällt es uns nur so schwer in die Gänge zu kommen und die Dinge anzugehen, die uns am Herzen liegen? Wir wollen ja eigentlich was ändern aber es ist irgendwie gerade immer nicht der richtige Zeitpunkt dafür und vermeintliche, äußere Umstände wie ein Mangel an Zeit oder Geld hindern uns daran. Was wir dabei aber gerne übersehen ist, dass, wenn wir ganz ehrlich in unserer Innerstes blicken, die Realisierung unserer Herzenswünsche oftmals auch auf Grund mangelnden Willens und fehlenden Muts scheitern. Die Angst vor den, mit Veränderungen einhergehenden, nicht absehbaren Verlusten (materiell und/oder emotional) tun ein übriges dazu, das wir die schier unendlichen Möglichkeiten die sich uns immer wieder für ein "leidenschaftliches, erfülltes Leben" bieten, ungenutzt verstreichen lassen. "Wer will, der findet Wege, wer nicht will, der findet Gründe!" sagt schon eine alte Volksweisheit dazu. Nicht das das heißen soll, das alles immer und jederzeit möglich ist aber oftmals stehen wir uns auf dem Weg zu einem erfüllten, leidenschaftlichen Leben ganz schön selber im Weg! Und so verstreicht eine Möglichkeit nach der anderen und während der Verstand den Gefühlen wieder den "kehraus" macht und wir uns mit den nicht änderbaren Umständen unseres Lebens arrangieren, wird die leidenschaftliche Lebendigkeit eines erfüllten Lebens mehr und mehr durch die Schwere und Trägheit eines zur Last werdenden Alltags verdrängt.

"Stoanamandln" entlang des Weges zum Wasserfall - Steine als Symbol für die Last, die wir alle mit uns tragen! Nach altem Brauchtum legen auch heute Pilger noch Steine an ausgewählten Plätzen ab um sich von ihren ganz eigenen Lasten symbolisch zu befreien.



Noch ganz in Gedanken versunken merke ich plötzlich, wie die Luft immer kühler und feuchter wird und der tosende Lärm der herabstürzenden Wassermassen schon längst die Stille des Waldes übertönt. Noch zwei, drei Stufen und dann erschließt sich mir, nach einem anstrengenden und schweißtreibenden Fußmarsch über einen alten Gämsensteig die imposante Klamm mit ihren rauschenden Wasserfällen in atemberaubender Schönheit! 






In Momenten wie diesen, erahne ich aus tiefstem Herzen, warum es uns immer wieder so schwer fällt den ersten Schritt zu einem erfüllteren Leben zu tun. Einerseits ist da die Angst, das die Realität unseres Traumes vielleicht ja ganz anders aussieht als wir sie uns ausgemalt haben, das das Resultat nicht den Erwartungen entspricht. Vielleicht macht uns aber auch der Gedanke Angst, dass bei der Erfüllung unserer Träume auch jede Menge Arbeit ansteht. Keiner von uns wird am Morgen wach und ist über Nacht zum Millionär geworden, hat im Schlaf seine/ihre Traumfigur erreicht oder den lang ersehnten, erfüllenden Job seines Lebens einfach so gefunden. All das ist eben mit Arbeit, mit Einsatz und auch oftmals mit Verzicht verbunden. Und all das legt uns immer wieder die viel zitierten Steine vor die Füße auf dem Weg zu einem leidenschaftlichen Leben. Nur wer seine Leidenschaften, seine tiefen inneren Sehnsüchte und Herzenswünsche ernst nimmt und bereit ist, sich ihretwegen aufzuraffen und die Komfortzone des Lebens zu verlassen, der hat auch große Chancen zu einem erfüllten Leben zu finden. Haben wir Lust auf Eis, dann kaufen wir uns im nächsten Eissalon eins, lockt uns die tolle Jacke im Laden dann landet sie im Handumdrehen in unserem Einkaufskorb, finden wir, es wäre mal wieder Zeit ein paar Tage Urlaub zu machen, dann geht's ab ins nächste Reisebüro zum Buchen. Und weil wir heute gewohnt sind, dass wir für die meisten Dinge, die wir haben wollen meist nicht viel tun müssen, fällt uns der erste Schritt zum Neuanfang, zur Überwindung oft auch so schwer! 


"Und eines Tages sagt die Stimme deines Herzens 
klar und deutlich: "JETZT!", 
und nichts und niemand kann dich mehr aufhalten loszugehen!"

Voller Bewunderung schauen wir oft zu Menschen auf, die ein Leben führen, wie wir es auch gerne hätten. Egal ob Spitzensportler, Model, Superstar oder die Nachbarin von nebenan, die es geschafft hat, mit 55 noch mal einen Neuanfang zu wagen. Sie alle haben eines gemeinsam, sie haben sich eines Tages aufgerafft, ihr Leben in die eigenen Hände genommen und sicher mitunter auch hart für die Erfüllung ihres Lebenstraumes gearbeitet. Das einzige was uns von diesen Menschen unterscheidet, ist die Tatsache, das sie sich getraut haben und DEN ERSTEN SCHRITT EINFACH GETAN HABEN und dran geblieben sind um sich ihre Wünsche zu erfüllen! 
Ich stehe noch immer am Wasserfall, das Wasser braust mit voller Gewalt und lautem Getöse an mir vorbei in den Abgrund. Trotz meiner großen inneren Unruhe, die mich heute in die Natur hinausgetrieben hat und trotz der vielen Fragen die in meinem Kopf noch auf Antwort warten macht sich mit jedem tiefen Atemzug eine große, innere Ruhe breit. Jeder Wunsch, so absurd er uns auch erscheint und so unterschiedlich sie auch von Mensch zu Mensch sein mögen, keiner von ihnen ist unerreichbar - auch wenn es jetzt vielleicht noch den Anschein macht. Auch wenn der erste Schritt in Richtung Herzenswunsch noch ein kleiner ist, besser klein anfangen als nie!
Das Geheimnis liegt im ersten Schritt! Wer erst mal begonnen hat sich zu bewegen, der bringt vieles ganz von selbst in Bewegung und manchmal kommt der Rest dann von ganz alleine. Die meiste Kraft kostet es uns immer, uns aufzuraffen, die Überwindung es in die Hand zu nehmen und endlich anzupacken. Es ist wie beim Bergsteigen: haben wir uns erst mal vom chilligen Sofa erhoben, die Route geplant, die Bergschuhe geschnürt und die ersten Höhenmeter gemacht, dann spüren wir sie, die erfüllende Kraft und die magische Macht der Selbstüberwindung. Wer nach einer langen Bergtour am Gipfel steht, der weiß wie beglückend das Gefühl ist seinen inneren Schweinhund besiegt zu haben, seiner Leidenschaft gefolgt zu sein! Das dabei jede Menge Schweiß geflossen ist und die Anstrengung uns mitunter den Atem geraubt hat, ist dabei längst vergessen! Mit unseren Herzenswünschen ist es nicht anders, haben wir erst mal den ersten Schritt getan und schnuppern wir die befreiende, belebende Luft der Veränderung dann geht der Rest wie von allein! Trau dich einfach....





Mittwoch, 21. Januar 2015

Seelennahrung "Weniger ist mehr als genug!"

Gestern war der erste Neumond 2015, noch dazu im reflektierenden Zeichen Wassermann!  Ein idealer Zeitpunkt also um leise zu werden, sich zurückzuziehen, die Wahrnehmung zu schärfen und aufmerksam nach innen zu horchen um dadurch herauszufinden, wohin die Reise im neuen Jahr gehen soll! Was wartet noch immer im Innersten verborgen auf Verwirklichung, was liegt mir ganz besonders am Herzen und vor allem, welche Seelenabsichten warten darauf in die Tat umgesetzt zu werden? Tja, das sind jede Menge spannende Fragen die sich da stellen und für deren Beantwortung es sich lohnt, Zeit zu nehmen, die Aufmerksamkeit mal von der Hektik des Alltags abzuziehen und nach innen zu lenken um im tiefsten Winkel meines Herzens vielleicht ja fündig zu werden. Was liegt näher als bei so einem Vorhaben die Natur aufzusuchen und in die Stille der Wälder, Wiesen, Seen oder Berge einzutauchen um die innere Stimme ganz laut werden zu lassen!



Also auf geht's, heißen Tee und ein paar Energiekekse in den Rucksack packen, Winterboots und Daunenjacke anziehen, Schal und Handschuhe nicht vergessen, meine Nayeli ins Auto packen und dann hinaus in den sonnigen aber klirrende kalten Wintertag! Wir fahren zu den Langbathseen, wochentags am Morgen ist da weit und breit kein Mensch unterwegs, ideal also für mein heutiges Vorhaben. Als ich aus dem Auto steige erwartet mich strahlender Sonnenschein, blitzblauer Himmel so weit das Auge reicht und der heiß geliebte Schnee, der heuer schon sooooo unendlich lange auf sich warten lassen hat, lässt meine Nayeli wahre Freudensprünge machen! 
Herz was willst du mehr

Die Stille und Schönheit des idyllischen Bergsees ist ein Geschenk, hier spüren wir plötzlich ohne viel zutun wonach sich unser Herz und unsere Seele sehnen. All das umgibt uns Tag für Tag - holen wir es uns zurück, das Glück der Einfachheit und des reduzierten Lebens und stillen wir damit die wahre Sehnsucht unseres Herzens!


Während wir bei klirrender Kälte, schnellen Schrittes durch die unberührte und im Winterschlaf liegende Natur wandern, kehren meine Gedanken langsam wieder zu meinem Vorhaben zurück. Eine Antwort auf die Frage "Auf zu neuen Ufern 2015, wohin soll es gehen?" wollte ich ja finden und das heißt in diesem Falle, tief nach Innen horchen, die wahren geheimen Wünsche herausfinden um dann die ersten Schritte für deren Verwirklichung setzen zu können. Meine Gedanken konzentrieren sich fest auf meine Absicht doch sie schweifen immer wieder ab. Zu sehr nimmt mich die atemberaubende Winterlandschaft mit all ihren Facetten und ihrem romantischen Zauber gefangen. Bäume, Gräser und Stauden sind von einer dicken, eisigen Frostschicht überzogen und die Eiskristalle glitzern, wo die Sonne sie mit ihrem Licht erreicht, wie funkelnde Diamanten! Es scheint fast so als will die Natur mir damit sagen: "Hey du, bleib endlich mal stehen, atme tief durch, lass los und dann genieße das, was da ist, ohne lange darüber nachzudenken was hinter der nächsten Wegbiegung noch kommen mag!"

Hier findet ihr den Link zu einem wunderbaren Lied von Gregor Meyle
 


Ringsum ist es vollkommen still geworden, nur der Schnee knirscht unter meinen Füßen und der dampfende Atem meiner Nayeli steigt wie eine kleine, weiße Wolke zum Himmel empor. Mittlerweile sind wir am hinteren Langbathsee angekommen. Der kleine See liegt, idylisch eingebettet in die imposante Bergwelt, friedlich und verschlafen vor uns. In solchen Momenten kann ich einfach nicht anders, ich bleibe tief berührt stehen, und erfreue mich daran, was mir der Moment gerade bietet, genieße demütig und dankbar das kleine Glück des Augenblicks! 
Solche Augenblicke versöhnen mich immer wieder mit den Umständen des Leben. Zu oft hadere ich mit mir, dem Leben im allgemeinen und den Dingen, die nicht (noch nicht) so sind, wie ich sie gerne haben möchte, die ich nicht im Griff habe, die ich vermisse, die anders sein sollten, über die ich keine Kontrolle habe...
Wir hadern mit den Umständen des Lebens und übersehen, vor lauter Selbstmitleid, Jammern und Klagen dabei, dass wir jeden Tag die Möglichkeit haben etwas zu verändern, wenn wir nur mutig genug dazu sind.
Mal ehrlich, wir haben doch alle so viel, viel mehr als uns oft bewusst ist und trotzdem fühlen wir uns oft so unrund, so leer, so SINNlos!  Unser Leben ist vollgestopft mit Arbeit, Terminen und mehr oder weniger wichtigen Verpflichtungen unser Heim voller Dinge auf die wir auch gut und gerne verzichten könnten. Wir rennen und rennen und häufen noch mehr Erfolge, noch mehr Dinge an, in der Hoffnung, das uns das glücklich macht. Aber so viel wir auch haben, soviel wir erreichen, trotzdem fehlt uns etwas, etwas wonach wir uns sehnen ohne es benennen zu können. In diesem Moment am See wird mir wieder einmal klar, es ist das Glück der Einfachheit, die Leichtigkeit des Reduzierten, die Kraft der tiefen ehrlichen Emotionen und der echten Gefühle die uns so unendlich gut tut, unsere Seele nährt und letztendlich glücklich und zufrieden macht!


Meine weise Lehrerin "Nayeli" weiß: Einfachheit, Freude, Dankbarkeit, Bescheidenheit und Gelassenheit sind die wahre Währung unserer Seele! Kein noch so großer Besitz, keine noch so erfolgreiche, berufliche Karriere kann ein ängstliches Herz beruhigen oder eine traurige Seele trösten! Keine Währung dieser Welt kann Freundschaft, Gesundheit oder Zuneigung kaufen!


Während mir all diese Gedanken frohen Herzens durch den Kopf gehen, fällt mit wieder ein was eigentlich das Ziel meiner heutigen Wanderung war. Eine Antwort auf die Frage "Auf zu neuen Ufern 2015, wohin soll es gehen?" wollte ich ja finden. Mit einem Blick, zu meiner im Schnee, gelassen auf mich wartenden Nayeli und einem Schmunzeln im Gesicht stelle ich fest, dass ich die Antwort nicht mehr zu suchen brauche, denn wenn unsere Seele Klarheit sucht, dann zeigt uns die Natur auf beeindruckende Art und Weise - weniger ist mehr als genug!

Heilsame Zwiegespräche mit meiner Nayeli - auch wenn wir verschiedene Sprachen sprechen können wir miteinander kommunizieren! Liebe, Respekt, Dankbarkeit und Vertrauen ist die Sprache, die jeder versteht und die verbindet



Ein Indianer saß am Fluss und angelte. 
Da kam ein Weißer Mann daher und sagte zu ihm: "Warum gehst Du nicht arbeiten? Du kannst Geld verdienen, dir ein Haus kaufen, eine Familie gründen, kannst ein großes Auto fahren. Du könntest wirklich ein gutes Leben führen. Dann fährst du in den Urlaub, z. B. an einen Fluss zum Angeln!"
Der Indianer antwortete: "Ja, weißer Mann du hast recht. Das könnte ich tun. Aber ich sitze ja schon an einem Fluß und fische!“



Songtext "NIMM DIR ZEIT"
von Gregor Meyle 

Die Sonne scheint und ich bin hier
Das Leben ist so gut zu mir
Ohne Reue, Zeit verschwenden
Ohne zu viel nachzudenken

Manchmal ist weniger mehr
Manchmal wiegen Dinge nicht so schwer
Bleib mal entspannt und mach dich frei!
Bist du so weit ?

Komm nimm dir Zeit - viel Zeit
Bevor sie vorübergeht
Lass dir Zeit - viel Zeit - und spür
dass du lebst

Dumm ist der, der dummes tut
Forrest Gump weiss das zu gut
Ob es wirklich richtig ist,
weisst du wenn dir's wichtig ist

Manchmal ist weniger mehr
Manchmal wiegen DInge nicht so schwer
Bleib mal entspannt und mach die frei!
Bist du so weit ?

Komm nimm dir Zeit
Viel Zeit, bevor sie vorübergeht
Lass dir Zeit - viel Zeit - und spür
dass du lebst

du lebst, du lebst

Nimm dir Zeit
Viel Zeit, bevor sie vorübergeht
Lass dir Zeit - viel Zeit - und spür
dass du lebst

Nimm dir Zeit
Viel Zeit, bevor sie vorübergeht
Lass dir Zeit - viel Zeit - und spür
dass du lebst

 

Freitag, 2. Januar 2015

Seelennahrung - Mitten ins Herz! Vergeben, Verzeihen, Frieden schließen!

Die Feiertage sind mit dem Neujahrsfest fast vorbei und der Alltag hat viele von uns wieder. Wer noch nicht arbeiten muss, der genießt sicher, so wie ich, noch die letzten freien Tage bevor die Arbeit wieder los geht. Wir befinden uns noch immer in der Zeit der Raunächte. Das spirituelle Thema für die heutige Raunacht ist "die Macht des Vergebens und des Verzeihens" und so habe ich mich heute am frühen Morgen mit meiner Nayeli zu einem ganz besonderen Kraftplatz in der Natur, dem Offensee bei Ebensee aufgemacht um ein dazu passendes Raunachtritual im Freien durchzuführen.

Wenn wir das Alte in Frieden abschließen wollen, ist es notwendig einen Schlussstrich zu ziehen damit auch alte Verletzungen und Kränkungen die uns zugefügt wurden heilen können. Wenn wir uns nicht darum bemühen, das dies passieren kann, müssen wir weiterhin die daraus entstehenden, belastenden Gefühle wie einen schweren Rucksack mit uns herumtragen. Aus meiner Lebenserfahrung weiß ich, dieser Ballast schadet nicht denjenigen, die uns diese Verletzungen zugefügt haben sondern er schadet ausschliesslich uns selbst! 
“Die empfangene Ungerechtigkeit zu verzeihen, bedeutet sich selbst die Wunde seines Herzen heilen.”  Vinzenz von Paul
Manchmal ist eine Versöhnung nicht möglich weil der andere entweder nicht bereit ist einzulenken oder aber weil der Mensch, der uns verletzt hat bereits gestorben ist. Dann bleibt uns zum Abschliessen und Loslassen des Schmerzes immer noch die Möglichkeit des Verzeihens. Zum Versöhnen gehören immer zwei aber verzeihen kann man auch alleine.
Wer nicht vergeben kann, der hält nicht nur seine Gedanken an das, was ihm angetan wurde wach sondern auch den damit verbundenen Schmerz und die damit verbundene Wut und Traurigkeit. Wir rammen uns, bildlich gesprochen, sozusagen das Messer immer wieder selber mitten ins Herz, in die Wunde! Erst wenn wir unser Herz öffnen und das Verständnis, den  Mut, die Stärke und die Gelassenheit aufbringen können dem anderen sein Tun zu verzeihen, können wir wieder "Heil" werden.



Verzeihen ist keinesfalls eine Schwäche, wie viele oft meinen sondern es braucht sehr viel Stärke, Größe und Verständnis, dem anderen seine "Untat" zu vergeben. Verzeihen kann uns auch helfen unseren Blickwinkel zu erweitern und darüber nochmals vorurteilsfrei zu reflektieren, welche Gründe es dafür gegeben hat, warum sich dieser Mensch uns gegenüber so verletzend verhalten hat. Neben Angst, Scham oder Stolz sind sehr oft pure Unwissenheit und Unsicherheit der Grund dafür warum sich Menschen anderen gegenüber rücksichtslos und verletzend verhalten. Wenn wir verzeihen, heißt es nicht auch automatisch, dass wir das Geschehene richtig finden. Das Getane wird dadurch nicht besser und es kann für uns weiterhin "falsch" oder "unangemessen" sein aber mit dem Verzeihen entscheiden wir uns bewusst dafür, dass es uns in unserem Leben nicht mehr länger negativ beeinflusst. Die Größe zu Verzeihen schafft nicht nur Frieden in unseren Herzen sondern sie gibt uns auch die Kraft uns über das Geschehene zu stellen, statt darunter zu leiden und es ist darüber hinaus eines der größten Geschenke die wir Menschen uns immer wieder selber machen können!
"Alles, was dich belastet, belastet die ganze Welt!
Alles, was du wirklich liebst, liebt auch die ganze Welt!
Die Welt und du - worin ist da der Unterschied?
Du bist die Welt und die Welt bist du!" 
Schamanische Weisheit 


Ritual zum Verzeihen - "Den Schmerz verbrennen"
Das Ritual kann im Freien aber auch zu Hause durchgeführt werden. Ich liebe es, wann immer möglich, die Kraft und die heilsame Energie der Natur (der Elemente) zur Unterstützung für meine Rituale zu nutzen.

Für die Durchführung braucht ihr
  • einen ungestörten Platz in der Natur oder zu Hause (ACHTUNG! Der Umgang mit Feuer in der freien Natur und im Haus erfordert die nötige Achtsamkeit und Vorsicht. Feuer nur an dafür ausgewiesenen Stellen, an windgeschützten Stellen und/oder in der Nähe von Wasser machen. Unbedingt auf entstehenden Funkenflug und herabfallende Glutreste achten!)
  • eine feuerfeste Schale, im Freien kann man eine kleine Vertiefung im Schnee zum Verbrennen des Papiers machen.
  • Zündhölzer
  • Taschentücher 
  • ein Blatt Papier
  • Bleistift oder Kugelschreiber
Durchführung
  • Sammle dich in Ruhe und denke an den Kummer und den Schmerz, den die Verletzung in dir ausgelöst hat. 
  • Schreib dir auf die linke Seite des Blattes den Namen des Menschen, der dich verletzt oder gekränkt hat. Auf die Rechte Seite des Blattes schreibst du jetzt was die Verletzung konkret bei dir ausgelöst hat (z.B. mein Arbeitskollege hat mich vor anderen bloßgestellt, meine Freundin hat mich mit meinem besten Freund betrogen, usw....) wenn du fertig bist, falte das Papier zusammen und lege es beiseite.
  • Setze dich nun wieder entspannt hin und schließe die Augen, dann lass den Menschen der dich verletzt hat vor deinem inneren Auge erscheinen. Wie immer auch deine Beziehung zu diesem Menschen ist oder war, schenke ihm ein Lächeln und sag ihm, wenn möglich ohne Groll und Wut, was dir am Herzen liegt. Wenn du alles gesagt hast, sag ihm/ihr, dass du verstehst, das er/sie nicht anders handeln konnte und das du ihm/ihr verzeihst. 
  • Verabschiede dich nun innerlich von dem Menschen, dem du verziehen hast und wünsche ihm/ihr das er/sie glücklich sein möge.
  • Wenn Tränen fließen, dann lass Ihnen freien Lauf, sammle sie in den Taschentüchern und leg dir diese beiseite.
  • Atme ein paar mal ruhig und tief durch und entspanne dich wieder.
  • Nun nimm das Papier und deine Tränentücher und gib sie in die Schale oder den Schnee, entzünde sie mit den Streichhölzern, lass sie ganz verbrennen und gib die Asche anschließend in ein fließendes Gewässer oder vergrabe sie in der Erde.
  • Wenn das Ritual beendet ist, verbeuge dich und würdige dich selbst dafür, dass du so mutig und offen warst, das Ritual des Verzeihens durchzuführen.
Ich schließe das Ritual immer gerne mit einer Räucherung (z.B. Wacholder, Tanne, Salbei, Myrrhe oder einem meiner Kräuterbuschen Räuchersticks) ab um den Raum und die Umgebung wo ich mich befinde mit dem Rauch zu reinigen. Die reinigende Räucherung hilft zudem mich von den belastenden Energien besser zu befreien und sie weckt durch den aromatischen Duft der verwendeten Kräuter und Harze, positive Gefühle und sorgt so für mehr Wohlgefühl!


Montag, 20. Oktober 2014

Seelennahrung - "Nur der frühe Vogel fängt den Wurm!"

Es ist ja nicht so, dass in Reginas Wilde Weiber Küche nicht mehr gekocht wird oder das mir die Rezepte ausgehen aber das wunderbare Oktoberwetter lädt einfach dazu ein, jede freie Minute zum "Auftanken" und "Seele baumeln lassen" in der Natur zu verbringen! Meine Nayeli sieht das genau so wie ich und darum haben wir heute morgen, an einem der wohl allerletzten Spätsommertage dieses Jahres, bei herrlichem Wetter, statt lange in der Küche zu stehen, einen ausgedehnten Spaziergang am See gemacht. Es ist für mich dabei immer wieder faszinierend zu erleben, wie viel Lebensfreude und positive Energie man aus so einfachen und alltäglichen Dingen des Lebens - wie z.B. einem Morgenspaziergang - schöpfen kann!



Ein Tagesbeginn wie dieser, ist für mich auch immer ein ganz besonderes Geschenk, das ich dankbar annehme. Es sind die kleinen, alltäglichen Dinge im Leben, die oft großes bewirken! Und da stellt sich mir immer die Frage, wie wäre es, wenn wir für alles was geschieht dankbar sind? Dankbar sein weckt in mir immer ganz positive Energien, ich fühl mich dabei einfach besser! Irgendwie habe ich das Gefühl, dass mich dankbar zu sein bewusster und lebendiger macht.  Fast könnte man meinen, Dankbarkeit führt zu wahrer emotionaler Intelligenz. Mit Dankbarkeit im Herzen fällt es mir leichter Kummer, Sorgen, Ängste, Frust oder Langeweile zu ertragen. Auch wenn nicht immer alles so läuft wie wir es uns vorstellen, das Leben ist ein Geschenk und in Momenten wie hier, auf der Sonnenbank am See bei Tagesbeginn bin ich dankbar für mein Leben, meine Existenz. Dankbar, hier an diesem wunderschönen Platz unserer Erde wohnen zu dürfen mit allen Höhen und Tiefen die zu einem Leben gehören, so wie die unterschiedlichen Jahreszeiten, die die Natur erst so einzigartig machen.

Auch wenn wir oft denken, dass unser Leben anders ein sollte als es eben gerade ist, diese Erde ist ein freundlicher Ort und hat durchaus viel für uns zu bieten! Wie so viele andere Menschen auch, sind wir immer auf der Suche nach dem großen Glück und übersehen dabei das kleine, das in den alltäglichen Dingen steckt. Wir suchen es im Aussen, in Beziehungen, in der Arbeit, im sozialen Engagement, in unserer Familie. Und manchmal werden wir dabei für kurze Momente, Augenblicke auch fündig aber so lange wir nicht begreifen, dass das Glück in uns wohnt und wir jeden Tag die Chance haben selbst zu entscheiden "was und nicht wer uns glücklich macht" werden wir immer wieder mit dem Leben, mit nicht erfüllenden Beziehungen, Jobs etc. hadern. Das Leben gibt uns mit jedem neuen Morgen die Möglichkeit Handlungen zu setzen, Entscheidungen zu treffen die uns mehr oder weniger glücklich machen. Die Wahl liegt bei uns, die für uns richtigen und vor allem erfüllenden Entscheidungen zu treffen die uns, unsere Seele glücklich machen! 



“Wenn du am Morgen aufstehst, dann sage Danke für das Morgenlicht, für dein Leben und die Kraft, die du besitzt. Sag Danke für deine Nahrung und die Freude, am Leben zu sein. Wenn du keinen Grund siehst, Danke zu sagen, liegt der Fehler bei dir!”

(Indianerweisheit)





Mittwoch, 4. Juni 2014

Seelennahrung vom Feinsten, ein wunderbarer Tag mit meiner Nayeli an den Langbathseen

Manchmal gibt uns das Leben ein unerwartetes Geschenk, dann muß man mit beiden Händen zugreifen und genießen! 
Schön, wenn man an einem wunderbaren Tag wie heute, ganz plötzlich die Möglichkeit bekommt, den Tag ganz für sich zu haben und eine Auszeit zu nehmen! Kein Kochen, Backen, Referieren, Organisieren, Managen, keinen Zeitstress sondern einfach nur ICH! Da gibt es kein langes Überlegen bei mir, da bleibt die Küche kalt, da wird der Rucksack gepackt und meine Nayeli aus dem Garten geholt und dann nix wie rauf auf den nächsten Berg oder an einen wunderbaren See des schönen Salzkammerguts zum Wandern, wie z.B. die Langbathseen in Ebensee. 
Und weil ich euch ja in meinem Blog nicht nur meine kulinarischen "Schmankerl" zeigen möchte sondern auch versprochen habe, euch mit meiner Nayeli zu den schönsten Plätzen des Salzkammergutes zu entführen, gibt es heute mal keine "Nahrung für den Körper" sondern "Seelenfutter PUR"! Zum optischen Genuß, zum Seele baumeln lassen und wer weiß, vielleicht ja auch zum Nachmachen/Nachwandern!

Nayeli am hinteren Langbathsee - frisches Wasser hmmm wie lecker....
Der vordere Langbathsee, für mich ein ganz besonderer Kraftplatz!

Wann immer es meine Zeit zulässt, führt mich mein Weg in die unberührte Natur zum Auftanken und Entspannen. "Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten!" Dieses Zitat von Pearl S. Buck fällt mir immer wieder ein, wenn ich die wunderbaren Landschaften, Berge, Wälder, Auen und Seen meiner Heimat, dem Salzkammergut, betrachte. Das kleine Glück liegt für mich darin das wertzuschätzen, was ich habe, was mir vom Leben geschenkt wurde und mir, ohne das ich dafür etwas tun muss, zur Verfügung steht! Oft neigen wir im Leben dazu immer auf das perfekte Glück, auf den perfekten Augenblick zu warten und vor lauter "greifen nach den Sternen", übersehen wir die kleinen, feinen Dinge um uns herum, weil wir keine "Bodenhaftung" mehr haben. Weil wir schlichtweg (glauben) keine Zeit mehr für das Wesentliche zu haben obwohl es uns doch so unendlich gut tun würde!

 Ich wünsche dir Zeit

Ich wünsche dir nicht alle möglichen Gaben.
Ich wünsche dir nur, was die meisten nicht haben:
Ich wünsche dir Zeit, dich zu freun und zu lachen,
und wenn du sie nützt, kannst du etwas draus machen.

Ich wünsche dir Zeit für dein Tun und dein Denken,
nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
Ich wünsche dir Zeit – nicht zum Hasten und Rennen,
sondern die Zeit zum Zufriedenseinkönnen.

Ich wünsche dir Zeit – nicht nur so zum Vertreiben.
Ich wünsche, sie möge dir übrig bleiben
als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun,
anstatt nach der Zeit auf der Uhr nur zu schaun.

Ich wünsche dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
und Zeit, um zu wachsen, das heißt, um zu reifen.
Ich wünsche dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben.
Es hat keinen Sinn, diese Zeit zu verschieben.

Ich wünsche dir Zeit, zu dir selber zu finden,
jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.
Ich wünsche dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben.
Ich wünsche dir: Zeit zu haben zum Leben!

Elli Michler 

ZEIT sich zu freu'n und zu lachen, ZEIT einfach mal wieder lustige Sachen zu machen!

Der hintere Langathsee umringt von imposanten Gipfeln, eingerahmt vom wunderbaren MAIGRÜN des Waldes!
Idylle am stillen See, hier wird die Seele ganz laut....
Das kleine Glück liegt für mich auch im Zusammensein mit meiner wunderbaren Malamute-Hündin Nayeli! Durch sie habe ich die Natur noch einmal ganz anders kennen und lieben gelernt! Sie ist eine absolute Genießerin, wann immer sie ein feines Plätzchen findet, lässt sie sich nieder und gibt sich ganz dem Augenblick hin. 

Den Augenblick genießen ist Seelenbalsam pur, für Hund UND Mensch!

Der hintere Langbathsee - ein ganz besonders stiller und idylischer Platz zum Seele baumeln lassen und zum Auftanken!
"Ein Augenblick der Seelenruhe ist besser, als alles was du erstreben magst!" Iranisches Sprichwort        

Nayeli weiß: Einfach nur zu sein, ist genug. Nicht dies sein, nicht jenes sein, nur sein!
Stille Idylle am See, nur Wasser, Wald, Wiesen und absolute Ruhe

In diesen Momenten, wo es rund um uns ganz still ist und nur das Wasser plätschert oder die Vögel zwitschern, geht mein Herz ganz weit auf, dann fühle ich wie einfach, wie schön und besonders das Leben doch ist! Alle Sorgen, alle Ängste, jede Last fällt dann ganz plötzlich ab von mir und ich fühle mich plötzlich frei, fröhlich und unbeschwert, so als könnte ich die ganze Welt umarmen :-) Eine tiefe Demut steigt dann auf und ich bin einfach nur dankbar dafür hier zu sein, die Welt mit eigenen Augen sehen, erleben zu dürfen. Mit all ihren "lichten" aber auch mit all ihren "dunklen" Momenten, denn all diese Eindrücke, Erfahrungen und Erlebnisse prägen uns und machen uns letztendlich zu dem was wir sind, WER wir sind! Liebenswerte Menschen mit Stärken UND mit Schwächen, die alle auf ihre ganz besondere Art einzigartig sind, so wie die vielen Wunder der Natur eben auch!

"Wunder" Natur!
An einem Tag wie diesen fällt es leicht sich des Lebens zu freuen, ich wünsche euch ganz viele solche Momente in eurem Leben! 
Nicht vergessen! Die Wunder der Natur stehen uns allen jeden Tag zur freien Verfügung, es liegt an uns sie aufzusuchen, sie zu (er)spüren und unsere Seele damit zu nähren! 
Erinnert Ihr euch, wie hat Pearl S. Buck so treffend gesagt: "Viele Menschen versäumen das kleine Glück, während sie auf das Große vergebens warten!"

Ob ich da wohl auch etwas bekomme davon?
Natürlich wird auch die gemeinsame Jause geteilt und weil wir beide Obst und Gemüse lieben, ist das auch kein Problem :-)

.......hmmmm, lecker war der Pfirsich!
Stille Beobachterin, "Frauchen" hat einen Platz zum Waldmeister Sammeln entdeckt, da mach ich einfach mal eine kleine "Genuss-Pause"!
Artgenossen unter sich :-) Wie schön, da kommen zwei Huskys zum Spielen!