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Montag, 20. August 2018

Süße "Wilde Naschereien" DAS KOCHBUCH

Wolltest du schon immer mal mit Blüten und Wildkräutern in der süßen Küche experimentieren? 

Dann hol es dir mein neues Kochbuch 
























In meinem zweiten Kochbuch verführe ich euch mit meinen "Wilden Naschereien" zu fantasievollen Küchen-Experimenten mit Blüten & Wildkräutern. Ihr werdet schon beim Durchblättern meines Kochbuches sehen – die Leidenschaft für das Zubereiten von verzaubernden Genüssen mit den Schätzen aus Garten, Wald und Wiese ist ansteckend! Zudem garantiert der einzigartige Geschmack der Wildpflanzen und Blüten raffiniert abgestimmt und kombiniert mit ausgewählten, hochwertigen Zutaten ein wahres Aromafeuerwerk für euren Gaumen.





Viele originelle Kompositionen rund um Kuchen, Torten, Löffeldesserts & süßes Allerlei warten darauf, von euch entdeckt zu werden. Aber auch meine ganz persönlichen Lieblingsdesserts wie z.B. meinen köstlichen Hagebutten-Rosen Latte oder die "Coolness" aus dem Kräutergarten, meine geeiste "Schoko-Lavendel-Creme mit Zitronenmelisse Zabaione" für heiße Sommertage verrate ich euch. 

Darüber hinaus findet ihr 


  • Pflanzenporträts mit Informationen rund um Blüte- und Erntezeit, Geschmack und Einsatzmöglichkeiten in der süßen Küche.
  • Selbst kreierte Rezepte mit Jahreszeitenpiktogrammen zur Angabe der idealen Zubereitungszeit
  • Bewährte Grundrezepte für Blütenzucker, Blüten Sirupe, Wildkräuter Aromahonig, Blütengelees, Blütenfruchtmus und viele Variationsmöglichkeiten.
  • Jede Menge großformatiger Bilder meiner wilden Naschereien die wie auch schon im ersten Kochbuch von mir besonders liebevoll ins rechte Licht gerückt und abgelichtet wurden.




Wer jetzt Lust auf mehr bekommen hat, der kann das Kochbuch (Preis EUR 26,90) bei mir persönlich (office@gesundmitbildung.at gerne auch mit persönlicher Widmung!) oder auch über dem Buchhandel bestellen.



Ich freue mich jetzt schon darauf von euch zu hören wie sie euch schmecken, meine wilden Naschereien! 

Mit einem Herzensgruß eure




Dienstag, 9. Dezember 2014

Bratapfel Marmelade mit einem Hauch Thymian und karamellisierten Orangen-& Zitronenzesten

Ich liebe die Herausforderung in der Küche zu experimentieren und klassische Rezepte neu zu interpretieren. Nichts ist spannender als neue Geschmackskombinationen auszuprobieren und dann erwartungsvoll den ersten Bissen zu verkosten! 
Kulinarische Schmankerl aus Reginas Wilde Weiber Küche sind  unverwechselbare Köstlichkeiten, mit einer ganz speziellen Note, dass findet offensichtlich auch das Redaktionsteam der ORF nachlese. Als ich gefragt wurde, ob ich nicht für die aktuelle Ausgabe der ORF nachlese edition "DAS BESTE FÜR DIE WEIHNACHTSZEIT" 4 kreative, kulinarische Geschenkideen-Rezepte aus Reginas Wilde Weiber Küche zur Verfügung stellen würde, hab ich mich sofort in die Küche aufgemacht um einige ganz besondere Schmankerl zu kreieren.


Meine Bratapfelmarmelade mit einem Hauch Thymian und karamellisierten Orangen-& Zitronenzesten, Blutorangensirup mit Lavendel und Ingwer, Kräuter-Zitronenmelisse Bonbons und winterliche Energiekugeln sind die ausgewählten, weihnachtlichen Köstlichkeiten, die mit zwei meiner selbst fotografierten Bilder in der aktuellen Ausgabe der ORF nachlese edition zu finden sind! Na, wenn das mal kein Grund zum Feiern ist ♥ ♥ ♥

Die ORF nachlese edition "Das Beste für die Weihnachtszeit", mit den weiteren Rezepten aus Reginas Wilde Weiber Küche und mit vielen anderen raffinierten, kulinarischen Rezepten und vielen Tipps rund um Dekoration, Entspannen, Urlaub und Geschenkideen für die Weihnachtszeit erhältlich im Zeitschriftenhandel!

Und weil geteiltes Glück, doppeltes Glück ist, gibt es heute für alle Fans von Reginas Wilde Weiber Küche zur Feier des Tages ein ausgesuchtes Rezept aus dem Heft zum Nachmachen, meine Bratapfelmarmelade mit einem Hauch Thymian und karamellisierten Orangen-& Zitronenzesten!

 

Bratapfelmarmelade mit einem Hauch Thymian und karamellisierten Orangen-& Zitronenzesten 

Zutaten

1 kg Äpfel, 50g Rosinen, 1 unbehandelte Orange,  2 unbehandelte Zitronen, 300g Rohrohrzucker, 50g grob gehackte Mandeln, 2 Esslöffel Honig, 3 Teelöffel Lebkuchengewürz, ein Zweig frischer Thymian, ca. 3 Esslöffel Apfelpektin (genaue Menge nach Angabe des Herstellers auf der Packung beachten)

Zubehör

Marmeladengläser, Etiketten, Bänder

Zubereitung

  • Apfelpektin mit Rohrohrzucker gut vermischen. 
  • Orangen und Zitronen heiß waschen. Von der Orange und von einer Zitrone die Schale mit einem Zestenreisser abnehmen. Orange und Ziotronen auspressen.
  • In einer Pfanne den Honig erwärmen bis er zu schäumen beginnt, Orangen- und Zitronen Zesten zugeben und karamellisieren (Achtung, gut umrühren dabei und sofort wenn die Masse einen karamellartigen Duft verströmt vom Herd nehmen)
  • Äpfel schälen, Kerngehäuse ausstechen, in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit Zitronensaft, Orangensaft, Lebkuchengewürz, Zucker-Pektin Mischung, dem Thymianzweig in einem Topf zum Kochen bringen und ca. 5 Minuten sprudelnd kochen lassen. 
  • Thymianzweig wieder entfernen, gehackte Mandeln und karamellisierte Orangen- und Zitronen Zesten zugeben und gut unterrühren. 
  • Gelierprobe mit etwas Marmelade auf einem kalten Teller machen. Wenn die Marmelade zu stocken beginnt, vom Herd nehmen und rasch in saubere, sterilisierte Gläser abfüllen und verschließen.
Marmelade Gläser 10 Minuten auf den Kopf stellen, wieder umdrehen und nach dem Abkühlen mit Etiketten und weihnachtlichen Bändern versehen.

Die Marmelade ist bei kühler Lagerung ca. 2-3 Monate haltbar.

Die weihnachtlichen Köstlichkeiten aus Reginas Wilde Weiber Küche für die ORF nachlese edition "Das Beste für die Weihnachtszeit"

Kräuter Zitronenmelisse Bonbons aus Reginas Wilde Weiber Küche



Donnerstag, 7. August 2014

Pfirsich-Wildrosen Marmelade mit Kardamom und Rosenbrioche - eine besonders leidenschaftliche, kulinarische Affäre!

"In unserem Restaurant verstehen wir Kochen nicht als eingeschlafene, alte Ehe sondern als leidenschaftliche Affäre!" - YESSS!!! Die Aussage von Madame Mallory aus dem, in 2 Wochen in unsere Kinos kommenden Film: "Madame Mallory und der Duft von Curry", kann ich nur voll und ganz unterstreichen! Experimentierfreudigkeit, Kreativität und Mut mit alten Traditionen zu brechen und Neues auszuprobieren, sorgt nicht nur im (Liebes)leben für berrauschende, (Beziehungs)belebende Momente sondern lässt uns auch beim Kochen und Essen immer wieder neue, ungeahnte, kulinarische Genussmomente erleben! Also, ran an die Töpfe und einfach mal der Kreativität und eurem feinen Gaumen freien Lauf lassen, neue Geschmäcker, neue Düfte und Aromen z.B. von exotischen Gewürzen oder heimischen Wildkräutern und Blüten in traditionelle Gerichte einbauen. Ihr werdet staunen, wie schnell ihr ein Gespür für die Kombination von verschiedenen Zutaten und Aromen bekommt und wie kreativ ihr beim Entwickeln neuer Speisen sein könnt und vor allem, wie viel Genuss und Freude das euch UND eureM Liebsten/eurer Liebsten bereitet! Wie sagen doch gleich die Franzosen so schön: "Die Fackel der Liebe entzündet sich in der Küche!"


"Wieso ein Rezept ändern, dass schon 200 Jahre alt ist?" fragt die unterkühlte Französin und Chefin des Sternerestaurants, Madame Mallory den jungen, talentierten indischen Koch Hassan "Vielleicht weil 200 Jahre lang genug sind!" Manchmal ist es eben an der Zeit, mit alten Gewohnheiten zu brechen und Neues auszuprobieren um dadurch die Vielfalt des Lebens, des Geschmackes erst so richtig kennen zu lernen. Wenn das mal heute kein Aufruf zum Experimentieren (auch :-)) in der Küche ist! Für mich war er es jedenfalls und darum habe ich, inspiriert von der Geschichte des Films, Omas Pfirsichmarmelade, die ich gerade zubereiten wollte, einfach mal neu interpretiert! Was dabei entstanden ist, kann sich nicht nur sehen sondern vor allem auch schmecken lassen! Die Pfirisch-Wildrosen Marmelade mit Kardamom schmeckt soooooooooooo genial gut! Der samtig, fruchtige Geschmack der vollreifen Pfirsiche in Kombination mit der sinnlichen, betörenden Süße der Wildrose und dem leicht scharfen, zitronig, frischen Kardamom ist ein besonders fruchtiges, exotisches Geschmackserlebnis für alle Sinne! Für alle, die sich mit Marmelade auch so gerne wie ich den Morgen versüßen, gibt es dazu heute auch noch ein wunderbares Rezept für herrlich zarte Rosenbrioches aus der Muffinsform!


Und hier kommt auch schon das Rezept für die Pfirsich-Wildrosen Marmelade mit Kardamom und meine köstlichen Rosenbrioches.

Pfirsich-Wildrosen Marmelade mit Kardamom


Zutaten
2 kg vollreife Pfirsiche, eine Hand voll Wildrosenblüten (unbehandelt!) wahlweise Duftrosen aus dem Garten (unbehandelt!), 3-5 grüne Kapseln Kardamom (je nach Geschmacksintensität, ich habe 5 Kapseln genommen), 500g Zucker, 35g Apfelpektin (Menge variiert je nach Hersteller auf die  Packungsbeschreibung achten!), 200ml Saft von frischen BIO Zitronen

Zubereitung
Die Pfirsiche, waschen, entsteinen und in grobe Stücke schneiden. In einen großen, weiten Topf geben und mit dem Gelierzucker überzuckern. Den Topf kühl stellen und über Nacht "Saft ziehen" (steigert die Saftmenge und das Aroma) lassen. 
Am nächsten Tag für die Vorbereitung die Kardamomkapseln aufbrechen und die Samen in einem Mörser zerkleinern (hmmmm, ich liebe das Aroma von frisch gemörsertem Kardamom!!). Apfelpektin mit 5 Esslöffel Zucker vermischen. Die Pfirsich-Zucker-Masse unter Rühren mit Kardamom, Zitronensaft und Apfelpektin aufkochen lassen. 3 Minuten sprudelnd kochen lassen, Wildrosenblüten zugeben und noch eine Minute weiter kochen.
Die Marmelade noch heiß in saubere, sterile Gläser abfüllen, verschließen und einige Minuten die Gläser auf den Kopf stellen.

HINWEIS Ich verwende für meine Marmeladen generell zum Gelieren Apfelpektin. Es hilft mir Zucker zu sparen und ich habe in meiner Marmelade auch keine unerwünschten Zusatzstoffe (z.B. gehärtete Pflanzenfette, Zitronensäure) die fertigem Gelierzucker oft zugefügt sind! 
Wer die Marmelade lieber mit Gelierzucker machen möchte, nimmt die 2:1 Varinate - 2 Teile (2kg) Pfirsiche auf einen Teil (1kg) Gelierzucker. 



Für die Mini-Rosenbrioches braucht ihr folgende 

Zutaten (für 12 Stück)
500g  Dinkelmehl, 1 Würfel BIO Trockenhefe, 150ml Rosensirup (zimmerwarm), 100ml lauwarme Milch, 50g warme, warme, zerlassene Butter, 2 Eier, 1 Prise Salz, 2 Esslöffel Honig, 1 kleine Hand voll Rosenblüten (unbehandelt!)
Muffinsblech mit 12 Formen, 1 Eidotter, 3 Esslöffel Milch, Rosenzucker zum bestreuen der Mini-Brioches

HINWEIS Die Brioches schmecken nur leicht süß! Da in den Brioches ja einiges an Sirup enthalten ist und ich sie gerne mit Marmelade esse und die ja auch noch Zucker enthält, habe ich keinen Zucker zusätzlich zugefügt. Wer die Brioches gerne süßer mag kann noch 50g Zucker (schmeckt auch super lecker mit Honig!) zufügen.
Wer keinen Rosensirup zu Hause hat kann auch wahlweise Hollunderblüten- oder Pfirsichsirup verwenden!

Zubereitung
Milch gut erwärmen (nicht kochen), Wildrosenblätter zugeben, eine Stunde ziehen lassen und wieder entfernen. Backrohr auf 180°C vorheizen. Mehl in eine Schüssel sieben, die Trockenhefe mit lauwarmen Wasser und zwei Esslöffel Honig verrühren, rasten lassen und wenn sie zu schäumen beginnt zum Mehl zugeben und unterrühren. Lauwarme Rosenmilch, die zerlassene Butter, die Eier, den Rosensirup und zuletzt das Salz mit dem Mixer (Knethaken) so lange zu einem glatten Teig verkneten, bis er sich vom Schüsselrand löst. Teig in eine Schüssel geben, mit einem Küchentuch abdecken und an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich verdoppelt.


Inzwischen die Muffinsformen mit kleinen, viereckigen Backpapierblättern auslegen. Nach der Ruhezeit den Teig nochmals kurz durchkneten, 12 kleine, gleich schwere Teigkugeln formen. Je eine Kugel in drei kleine Kügelchen teilen und in eine Muffinsform setzen. Ei mit Milch verrühren, die Mini-Brioches damit bestreichen und mit Rosenzucker bestreuen. Im Backrohr ca. 20-25 Minuten goldgelb backen, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen, fertig!


Samstag, 21. Juni 2014

Fichtenwipfel-Orangen Gelee, TIPP2 aus Reginas Wilde Weiber Küche für die ORF Salzburg TV Serie:"einkochen, einlegen, konservieren

Hier ist es nun endlich, das Rezept für mein Fichtenwipfel-Orangen Gelee! Ich war ja sowas von erstaunt, als ich nach meinem Rezeptpost "Fertig! Fichtenwipfel-Sirup und Fichtenwipfel-Gelee, heilsames Maigrün im Glas!" unzählige Zuschriften per Mail bekam, mit der Bitte, doch das Rezept für das Gelee zu posten. Dem wäre ich auch gerne nachgekommen aber weil dieses Rezept im Rahmen der ORF Salzburg TV Serie "einkochen, einlegen, konservieren" ausgewählt wurde und das Rezepte erst mit der Ausstrahlung der Sendung online gehen kann, mussten sich die Interessentinnen leider etwas gedulden! Da die Fichtenwipfel aber in höheren Lagen noch immer grün und elastisch sind, steht dem Einkochen dieses köstlichen Gelees nun nichts mehr im Wege! 

Hier geht's zum Rezept und Webstream auf salzburg.orf.at




Sonntag, 11. Mai 2014

Fertig! Fichtenwipfel-Sirup und Fichtenwipfel-Gelee, heilsames Maigrün im Glas!

Vom "strahlenden Maigrün" ist zwar heute, an einem regnerischen, trüben Tag nicht viel zu sehen aber das macht mir nicht wirklich schlechte Laune weil in der Welt der wilden Weiber hat auch der "Mairegen" so seine ganz besonderen, magischen Kräfte. 

Die besondere Wirkung des Mairegens wird nicht nur in Liedern besungen sondern seine magischen Kräfte auf Mensch und Umwelt wird auch in vielen alten Überlieferungen und Mythen erwähnt, die man natürlich mehr oder weniger ernst nehmen kann :-)
 
Warum wir wilden Weiber das feuchte Wetter so schätzen? Ganz einfach, weil es ein ideales und noch dazu kostenloses "Naturheil- und Schönheitsmittel" ist. Regenwetter, feuchte und kalte Luft sind die idealen Helfer um unsere Gesundheit/Schönheit auf vielerlei Art und Weise zu stärken und zu erhalten. Ein Spaziergang im Regen kann helfen unser Immunsystem zu stärken, bringt gute Laune und kann deshalb stimmungsaufhellend wirken, bringt eine optimale Befeutung der Haut von aussen und lässt uns somit frischer und jünger aussehen und macht obendrein durch die hohe Luftfeuchtigkeit und die damit verbundene, bessere Durchblutung der Schleimhäute auch noch resistenter gegen Schnupfenviren und Co! Und das alles ganz ohne "Hexerei"!

Also, auch wenn der "innere Schweinehund" hartnäckig versucht euch auf der Couch fest zu nageln, holt eure Gummistiefel und eure wetterfeste Kleidung raus und dann nichts wie raus in die Natur, die auch an regnerischen Tagen mit ihren Gerüchen und ihrer Schönheit alle unsere Sinne anspricht, wenn man sie nur achtsam und bewusst wahrnimmt!
Und wenn ihr nach Hause kommt, dann belohnt euch doch einfach mit einem belebenden, entspannenden "Wohlfühlbad", einer guten Tasse Kaffee und selbst gebackenem Gebäck oder Kuchen und genießt das Hochgefühl den inneren Schweinehund mal wieder überlistet zu haben :-)

Und weil an Tagen wie diesen auch Zeit bleibt, wieder mal die Dinge zu erledigen, die während der Woche liegen geblieben sind, fällt mir ein, dass ich euch ja letzte Woche in meinem Beitrag: "Heilsames Maigrün im Glas" noch die Bilder und das Rezept für den Fichtenwipfel-Sirup versprochen habe. Und darum mache ich mich jetzt, unterstützt von meiner Lieblingsmusik und einem Glas Fichtenwipfel-Orangen Spritzer (Fichtenwipfel-Orangen Sirup aufgespritzt mit Mineralwasser) gleich an die Arbeit...

Meine ganz persönliche Variante des Fichtenwipfel Sirups - ein kalt angesetzter Fichtenwipfel Sirup verfeinert mit dem fruchtig, süßen und sonnigen Aroma der Orange! Verwendet als kulinarische und saisonale Rarität in meiner Naturküche!
Der Fichtenwipfel- oder auch Tannenwipfel Sirup, ist in seiner klassischen Version (geschichtet mit Zucker in einem Rexglas), ein seit Generationen altbewährtes Hausmittel der Volksheilkunde bei Erkältungskrankheiten.  

Die Fichten-Tannenwipfel haben eine schleimlösende Wirkung und eignen sich deshalb ideal als Naturmedizin bei Husten. Zudem enthalten die jungen Triebe von Fichten und Tannen viel Vitamin C, wertvolle ätherische Öle, Harze und Tanine. Die sich aus diesen Inhaltsoffen ergebende, antiseptische Wirkung,  ist ein wirksames Mittel um gegen krankmachende Bakterien im Körper vorzugehen. 

Für die Herstellung dieses Sirups benötigt ihr 300g frische, junge Fichten- oder Tannenwipfel (gerne auch gemischt!) und 600g Rohrohrzucker oder Honig (idealerweise biologisch!). Diese Zutaten schichtet ihr abwechselnd in ein großes, verschließbares Rexglas. Wichtig dabei! die Wipferlschicht sollte doppelt so dick sein wie die Zucker(Honig)schicht und es wird mit den Wipferln zu schichten begonnen und mit einer Zucker(Honig)schicht ganz oben im Glas geendet!
TIPP: Ideal zum Kombinieren für einen "Husten Sirup" aus Fichten/Tannenwipferl sind auch Thymian und Spitzwegerich Blätter!

Fichtenwipfel Sirup geschichtet mit Honig

Fichtenwipfel Sirup geschichtet mit Zucker
 An einem warmen, sonnigen Platz 2-3 Wochen stehen lassen, den fertigen Sirup durch ein feines Sieb abfiltern und in kleine, sterlie und möglichst dunkle Gläser füllen. Für eine lange Haltbarkeit (im Idealfall hält er bis zu einem Jahr!) sollte der Sirup kühl aufbewahrt werden.
Anwendung: Im Bedarfsfall bei Erkältung, Husten, Schnupfen, Heiserkeit 1-2 Kaffeelöffel am Tag davon einnehmen.


Wichtiger Hinweis zum Pflücken von Fichten/Tannenwipferl!
Idealerweise werden die jungen Triebe der Bäume im Mai gepflückt, deshalb wird dieses Hausmittel auch üblicherweise als "Maiwipferl Sirup" in der Volksheilkunde bezeichnet.
Da nicht alle Menschen die Möglichkeit haben, die Wipferl von den Bäumen im eigenen Garten zu ernten, ist es, beim Sammeln im Wald wichtig, einige grundlegende Regeln zu beachten. Wie bei allen Dingen im Leben, ist auch bei der Ernte der vielen, kostbaren Schätze unserer Natur, ein achtsamer Umgang mit dieser wertvollen Ressource die Voraussetzung damit sie uns auch weiterhin mit ihrer heilsamen Kraft zur Verfügung steht und darüber hinaus auch noch lange und ausreichend für nachfolgende Generationen erhalten bleiben!
Deshalb im Wald bitte nur für den Eigenbedarf ernten und vor allem auch nie zu viele junge Triebe von einem Baum pflücken, denn das kann den Baum ernsthaft schädigen! Es sollten von einem Ast  höchsten 3-4 nachwachsende Triebe gepflückt werden!

Fichtenwipel Sirup mit Orangen


Neben der klassischen Verwendung als Hausmittel liebe ich den Fichtenwipfelsirup aber auch als köstliche, kulinarische Rarität, die meinen Getränken, Desserts, Eis oder Kuchen erst den richtigen "Pfiff" verleiht. Egal ob als herrlich erfrischendes und belebendes Erfrischungsgetränk (aufgespritzt mit Leitungs-, oder Mineralwasser) oder als Geschmackgeber für selbst gemachtes Cremeeis, Buttermilchshakes oder Löffeldesserts, Fichtenwipfelsirup ist in meiner Küche im Frühling/Sommer eine nicht mehr wegzudenkende, köstliche kulinarische Berreicherung. Diesen Sirup bereite ich im klassischen "Kaltansatz" Verfahren zu!

Den grünen, frischen und waldigen Geschmack der Fichtenwipfel kombiniere ich am liebsten mit der fruchtigen, sonnigen Süße reifer Orangen. Er schmeckt mir dann besonders gut und darum verrate ich euch heute mein ganz persönliches Rezept für eine Variante des klassischen Fichtenwipfel Sirups.
Das braucht ihr! Für den Fichtenwipfel Sirup braucht ihr 2 Litermaß Fichtenwipfel, eine BIO Zitrone in Scheiben geschnitten, 2 BIO Orangen in Scheiben geschnitten, 1,5 Liter Wasser und 1 kg Zucker.


Und so wird`s gemacht! Die Fichtenwipfel mit Zucker, Zitronen- und Orangenscheiben in ein großes, verschließbares Rexglas füllen und mit dem Wasser übergießen. Der Fichtenwipfel-Ansatz für 3-4 Tage an einem kühlen und dunklen Ort ruhen und gut durchziehen lassen (während der Ruhezeit einmal am Tag das Glas gut schütteln, damit sich der Zucker auflöst). Anschließend den Sirup abseihen und in saubere, sterile Flaschen (möglichst kleine Füllmengen) abfüllen.


TIPP Für eine bessere und längere Haltbarkeit den Sirup nach dem Abseihen in einen Topf geben, einmal kurz aufkochen lassen und noch heiß in saubere und sterile Flaschen füllen.

Aus der Kombination Fichtenwipfel/Orange lässt sich natürlich auch eine ganz besondere, süße Brotaufstrich-Rarität zubereiten! Mein "Fichtenwipfel-Orangen Gelee" ist mittlerweile weitum im Freundes- und Familienkreis beliebt und sorgt auch bei den verwöhntesten Gourmetfreunden/Freundinnen immer wieder für überraschende und ganz besonders genussvolle Geschmacksmomente.

 
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