Montag, 23. Juni 2014

Topfen-Mohn Lavendelkuchen mit Sommerblüten Zucker, der Sommer beginnt süß und bunt!

Am Samstag war es wieder so weit, mit dem Fest der Sommersonnenwende hat der Sommer nicht nur kalendarisch sondern auch kulinarisch Einzug ins Land gehalten. Ich liebe diese Zeit der absoluten Fülle, der Wärme, des hellen Lichts und des warmen Sommerwindes. Wohin man schaut ist die Natur prall vor lauter Leben, das erste, sonnengereiften Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten erfreut unseren Gaumen und alles steht in voller Blüte! Auf den Wiesen und im Garten strahlen Sommerblumen und Kräuter mit ihren leutenden Blüten um die Wette. Gelb, grün, blau, rot, lila und orange, ein nicht enden wollender Blütenteppich liegt zu unseren Füßen. Was liegt also näher, als die Fülle der Natur dankbar einzufangen und das Fest der Sommersonnenwende mit einer kulinarischen Blüten-Köstlichkeit zu feiern. Mein Topfen-Mohn Lavendelkuchen mit Sommerblüten Zucker schmeckt nicht nur himmlisch sondern er vereint auch alle Gaben des Sommers auf einzigartige Weise. Feinster Bauerntopfen und Waldviertler Mohn, veredelt mit Lavendelblütensirup aus eigener Produktion getaucht in ein Blütenmeer aus Gartenblumen, Wiesenblumen und Kräutern.



Weil die wilden Weiber wissen, dass rund um die Sommersonnenwende viele Kräuter eine ganz besonders heilsame und magische Kraft besitzen, habe ich mich am Samstag mit meiner Nayeli auf eine ausgedehnte Wanderung zum Sammeln von Blüten und Kräutern aufgemacht. Als Ziel für unsere Wanderung haben wir uns den traumhaft schönen "hinteren Gosausee" ausgesucht. Ein wahres Juwel an Naturschönheit und Stille und ein ganz besonderer Kraftplatz zum "In-sich-gehen" und Genießen!

der "hintere Gosausee" malerisch gelegen am Fuße des Dachsteins
Natur pur und vollkommene Idylle!
Unbeschwerter Genuß am glasklaren Bergsee! Hier wird der Kopf frei und das Herz leicht!
Zur Sommersonnenwende feiern wir die Fülle des Lebens, den unbeschwerten Genuß und die Fruchtbarkeit der Erde mit einem Dank- und Freudenfest/feuer! Für die wilden Weiber ist dieses Fest aber auch mit dem Ernten vieler Pflanzen/Kräuter verbunden, die dann zu Kräuterbuschen, besonders heilsamen Elexiren, Tinkturen, Salben oder Räucherwerk verarbeitet werden. Am Höhepunkt des Jahreskreises, wo das Licht einzigartig und die Wärme groß ist, speichern Pflanzen und Kräuter besonders viel an heilsamer Sonnenenergie. Ein Umstand, der auch mich jedes Jahr um diese Zeit veranlasst, Pflanzen und Kräuter zu sammeln und zu ernten. Auch heuer habe ich mich deshalb wieder auf die Suche nach meinen ganz persönlichen "Sonnwendpflanzen/-kräutern" gemacht!

Einen Teil der gesammelten Pflanzen und Kräuter habe ich dann, gemeinsam mit getrockneten und frischen Blüten aus meinem Garten vermischt und als Zutat in meinem eigens kreierten "Sonnwendkuchen", dem Topfen-Mohn Lavendelkuchen mit Sommerblüten Zucker verarbeitet! Entstanden ist dabei ein ganz besonderer, kulinarischer Leckerbissen, der, gemeinsam mit einem Glas "Lebensfreude-Blütentrank" all die verschwenderisch, üppigen Gaben des Sommers vereint und dem Fest der Sommersonnenwende alle Ehre macht!



















Topfen-Mohn Lavendelkuchen mit Sommerblüten Zucker 

Zutaten
Mürbteigboden - 150g Dinkelmehl, 60g Butter, 50g Zucker, 1 Ei, 3 Esslöffel Lavendelblütensirup

Mohnfülle - 80g Mohn, fein gemahlen, 40g Dinkelgrieß, 250ml Milch, 30g Butter, 50g Zucker, 3 Esslöffel Lavendelsirup, eine Hand voll Blütenblätter (z.B. Rosenblüten, Lavendelblüten, Ringelblumenblüten, Kornblumenblüten, Rotkleeblüten, Hornveilchenblüten,...)

Topfenfülle - 150 Mehlspeistopfen, 150g Frischkäse, 150g Sauerrahm, 3 Eier, 150ml Schlagobers, 120g Zucker, 60g Dinkelmehl, Abrieb von einer BIO Zitrone, Mark einer Vanilleschote

Blütenzucker Garnitur - 40g Zucker, eine Hand voll Blütenblätter (z.B. Rosenblüten, Lavendelblüten, Ringelblumenblüten, Kornblumenblüten, Rotkleeblüten, Hornveilchenblüten,...) 

Einige ganze Blüten für die Garnitur des Kuchens.


Zubereitung
Eine Auflaufform mit Butter fetten, Backofen auf 180 Grad vorheizen, Blütenblätter abzupfen, Blütenblätter der Mohnfülle mit den 50g des Zuckers verreiben und die Blütenblätter mit dem Zucker für die Blütenzucker Garnitur verreiben.

Für den Mürbteigboden alle Zutaten rasch zu einem Teig verarbeiten und eine halbe Stunde kühl stellen.  
Inzwischen für die Mohnfülle den Mohn, die Butter und den Zucker mit der Milch aufkochen lassen, den Dinkelgrieß einrühren und weitere 2-3 Minuten köcheln, bis eine feste Masse entstanden ist. Abkühlen lassen und den Lavendelsirup und die Blütenblätter einrühren, vollständig erkalten lassen.  
Für die Topfenfülle, den Topfen, den Sauerrahm, Eiern und Frischkäse gut verrühren und dann den Zitronenabrieb, das Schlagobers, den Zucker und das Vanillemark unterrühren. Zum Schluß das Mehl darüber sieben und zügig unterheben.

Mürbteig ausrollen und die Auflaufform damit auslegen und ca. 10 min im Backrohr vorbacken. Heraus nehmen, die Mohnfülle in 9 kleine Kugel formen und in gleichen Abständen auf den Mürbteigboden setzen. Danach mit der Topfenfülle die verbleibenden Zwischenräume auffüllen. Kuchen wieder in den Backofen schieben und ca. weitere 40-50 Minuten backen! 

Den Kuchen vollständig erkalten lassen und anschließend mit dem vorbereiteten Blütenzucker und einigen Blüten garnieren!

Die wunderbaren Gaben des Sommers, ein selbst gepflückter Wiesenblumenstrauss mit all seiner üppigen Fülle und Farbenpracht!
Der Dachstein und ihm zu Füßen liegend, der vordere Gosausee.

Genießen zu Zweit! Wunderschön und erfüllend, die Wanderungen mit meiner geliebten Malamute-Hündin Nayeli!
Nayeli genießt die Stille und die heilsame Natur!

Imposantes Bergpanorama - der Dachstein Gletscher
Wunderschön und mächtig, der Gosaukamm mit seinen markanten Gipfeln! Eindrucksvoll auch der Laserer alpin Klettersteig mit seinen sensationellen Tiefblicken auf den blauen See!
JUHUUU!!! mein geliebter ALMRAUSCH blüht!!!

Samstag, 21. Juni 2014

Fichtenwipfel-Orangen Gelee, TIPP2 aus Reginas Wilde Weiber Küche für die ORF Salzburg TV Serie:"einkochen, einlegen, konservieren

Hier ist es nun endlich, das Rezept für mein Fichtenwipfel-Orangen Gelee! Ich war ja sowas von erstaunt, als ich nach meinem Rezeptpost "Fertig! Fichtenwipfel-Sirup und Fichtenwipfel-Gelee, heilsames Maigrün im Glas!" unzählige Zuschriften per Mail bekam, mit der Bitte, doch das Rezept für das Gelee zu posten. Dem wäre ich auch gerne nachgekommen aber weil dieses Rezept im Rahmen der ORF Salzburg TV Serie "einkochen, einlegen, konservieren" ausgewählt wurde und das Rezepte erst mit der Ausstrahlung der Sendung online gehen kann, mussten sich die Interessentinnen leider etwas gedulden! Da die Fichtenwipfel aber in höheren Lagen noch immer grün und elastisch sind, steht dem Einkochen dieses köstlichen Gelees nun nichts mehr im Wege! 

Hier geht's zum Rezept und Webstream auf salzburg.orf.at




Mittwoch, 18. Juni 2014

Buttermilchmousse mit Gewürzrhabarber im Proseccosud

Rechtzeitig, bevor die Rhabarber Ernte mit dem Johannistag  am 24.Juni zu Ende geht, habe ich mir letzte Woche noch einen Vorrat dieses köstlichen Gemüses eingekocht. Ob Sirup, Marmelden, Chutneys oder Kompott, da ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei. Natürlich habe ich mir auch von meinem eingelegten Gewürzrhabarber mit Wildrosenblüten einen kleinen Vorrat gemacht. Er schmeckt nicht nur pur sehr lecker sondern er eigenet sich auch ganz besonders gut um im Handumdrehen ein feines, sommerliches Dessert auf den Tisch zu zaubern. Und weil ich heute morgen beim Spaziergang mit meiner Nayeli auf einer der schönsten Almen in meiner Heimat einen Liter frische Buttermilch erstanden habe, gibt es heute als Dessert für meinen Besuch ein herrlich leichtes, luftiges Buttermilchmousse veredelt mit meinem Gewürzrhabarber im Proseccosud!


Buttermilchmousse

Zutaten (für  2 Personen)

 

150 ml frische Buttermilch, 50ml Hollunderblütensirup, Abrieb von einer halben BIO Zitrone, 60g Zucker, 150ml Schlagobers, 5g BIO Gelatine gemahlen (Reformhaus z.B. SOBO)

Zubereitung
Die gemahlene Gelatine in einer kleinen Schale mit kaltem Wasser (Menge nach Packungsbeschreibung!) verrühren und quellen lassen. Schlagobers aufschlagen und in den Kühlschrank geben.

In einem Topf die Buttermilch langsam erwärmen (nicht aufkochen sonst gerinnt sie!), gequollenes Gelierpulver unterrühren, vom Herd nehmen und in eine Schüssel geben. Hollunderblütensirup, Zitronenabrieb und Zucker zügig unterrühren und im Kühlschrank so lange kühlen bis die Masse zu gelieren beginnt. Geschlagenes Obers unterziehen und die Buttermilchmousse für ca 2-3 Stunden fest werden lassen.
Nach der Kühlzeit das Buttermilchmousse mit dem Gewürzrhabarber auf Tellern anrichten und mit Wildrosenblättern und Minze garnieren.

TIPP: Es kann natürlich auch jedes andere Geliermittel verwendet werden, dann die Gelatine einfach nach Packungsanweisung zubereiten und unter die Masse geben. 

Das Rezept für den Gewürzrhabarber findet ihr hier! Für den Proseccosud müßt ihr einfach nur den Weißwein durch einen Prosecco ersetzen.
 
Der Rhabarber ist übrigens dank seiner kühlenden Wirkung auf den Organismus (sauer-adstringierender Geschmack) ein ideales Nahrungsmittel an heißen Tagen! Für die Küche werden nur die Blattstiele verwendet. Die Blätter können durch den enthaltenen, hohen Oxalsäuregehalt zu Vergiftungserscheinungen führen und dürfen deshalb  nicht verzehrt werden. Der Rhabarber zählt zwar botanisch gesehen zu den Gemüsen, allerdings kommt er in der Küche fast ausschließlich in Form einer süßen Speise bzw. als Dessert, Sirup, Frischsaft, Chutney oder Kompott auf den Tisch.

Rhabarber-Ernte bis Johanni 

Alten volkstümlichen Überlieferungen zufolge, soll der Rhabarber nach dem 24. Juni, dem „Johanni-Tag“ nicht mehr geerntet werden. Was hat es damit auf sich?

Um eine üppige Rhabarberernte im Folgejahr zu sichern, sollten aus gärtnerischer Sicht tatsächlich die Stangen, des im Juni einsetzenden, zweiten Wachstumsschubs nicht mehr geerntet werden. Dies gewährleistet, dass die Pflanze ausreichend Kraft sammeln kann um dadurch auch im nächsten Frühjahr wieder mit voller Pracht zu gedeihen.
Rhabarber gehört zu den oxalsäurereichen Lebensmitteln. Je später er die Ernte umso mehr Oxalsäure enthält er. Diese Säure ist besonders problematisch für Menschen mit Nierenproblemen, Kleinkinder, Schwangere. Die größten Mengen der Oxalsäure befinden sich in den Blättern und in der Schale des Rhabarbers. Es empfiehlt sich daher bei späterer Ernte (ab Juni) bzw. für oben erwähnte Personengruppen im Allgemeinen
  • generell nur geringe Mengen Rhabarber zu essen.
  • den Rhabarber zu schälen.
  • den Rhabarber kurz zu blanchieren.
  • den Rhabarber mit Milch oder Milchhaltigen Speisen zu verzehren, da das in der Milch enthaltene Kalzium die Oxalsäure bindet und diese dadurch vom Körper nicht mehr aufgenommen sondern wieder ausgeschieden wird!



Sonntag, 15. Juni 2014

Gewürzrhabarber mit Rosenblüten - mein Rezept aus der ORF SALZBURG TV Serie "einkochen, einlegen, konservieren" 2014

Es kommt ja selten vor, dass das wilde Weib sprachlos ist aber heute ist sie es und zwar vor lauter Freude...
Ab heute sind 5 Rezepte aus Reginas Wilde Weiber Küche im ORF SALZBURG im Rahmen der Serie"einkochen, einlegen, konservieren" zu sehen, bzw. online auf salzburg.orf.at nachzulesen und als Webstream verfügbar!
Das ich das Kochen mit Wildrosen ganz besonders liebe, ist ja kein Geheimnis und so habe ich natürlich auch für diese Serie zwei meiner liebsten Wildrosen-Rezepte aus Reginas Wilde Weiber Küche gewählt. Den Anfang macht heute mein Rezept für wunderbar exotisch, sinnlichen Gewürzrhabarber mit Wildrosenblüten! Und hier gehts zum Rezept/Webstream!

BILD: ORF SALZBURG
Die nächsten Rezepte aus Reginas Wilde Weiber Küche/Sendetermine auf ORF2, 18:55 Uhr kurz vor "Salzburg Heute" bzw. nach der Ausstrahlung im TV online auf orf.salzburg.at zum Nachlesen/nachschauen


Fichtenwipfel-Orangen Gelee - Sendetermin, 21. Juni 2014, 18:55 Uhr

Erdbeer-Wildrosen Sirup - Sendetermin, 28. Juni 2014, 18:55 Uhr             

Thymianlikör - Sendetermin, 5. Juli 2014, 18:55 Uhr                  

Himbeer-Ingwer-Honig Senf - Sendetermin, 12. Juli 2014 18:55 Uhr